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Lösungen?


Der wirkliche Auslöser der Jagd für den Wildtierhandel ist nicht Armut, sondern Reichtum. Das zeigt der dramatische Anstieg des Handelsvolumens in den letzten Jahrzehnten, der den kometenhaften Aufstieg der wirtschaftlichen Macht Chinas und mehrerer südostasiatischer Länder spiegelt. Langfristig wäre die beste Lösung für das Problem ein Sinken der Nachfrage. Wie bei jedem raschen Wandel, braucht die Gesellschaft Zeit, sich anzupassen.  In den Ost- und Südostasiatischen Ländern wird viel getan, um die Wildtiernutzung auf ein nachhaltiges Niveau zu bringen, aber das wird Jahrzehnte dauern. Die langfristigen Maßnahmen, die die schädliche Nachfrage des Handels senken sollen, müssen in dieser Übergangsphase durch Schutzmaßnahmen für die Tierwelt vor Ort unterstützt erden. Andernfalls besteht die sehr reale Gefahr, dass viele Arten aus der Region verschwunden sein werden bis der Handel unter Kontrolle ist, oder dass die Populationen so klein geworden sind, dass eine Erholung unwahrscheinlich ist. Weil so viele Arten nur in Südostasien vorkommen (und einige in den angrenzenden Teilen des südlichen China und Nordost-Indiens und unter dem gleichen Druck stehen) bedeuten die Verluste in diesen Regionen ein globales Artensterben.

Überall in Südostasien sind in den letzten Jahrzehnten große Fortschritte bei der Schaffung und Sicherung von Ressourcen für Schutzgebiete gemacht worden sowie bei der Entwicklung von Management-Systemen (fast immer irgendeine Form von Co-Management mit den lokalen Gemeinden), die die Bedürfnisse der jeweiligen Schutzgebiete berücksichtigen. Kambodscha, das noch unter dem blutigen Bürgerkrieg leidet, der erst 15 Jahre vorbei ist, hat nun mehrere Naturschutzgebiete, in denen sich hoch begehrte Beute Arten wieder erholen, weil ein wirksamer Schutz eingerichtet wurde. Es ist eine Herausforderung für die internationale Gemeinschaft, sowohl finanzielle als auch technische Ressourcen in ausreichendem Umfang bereitzustellen, damit diese sehr erfreulichen Erfolge ausgebaut werden können. Dabei ist es unerheblich, ob das Naturschutzgebiet ein formelles Naturschutzgebiet der Regierung, ein privates Naturreservat, eine lokale Initiative oder eine Holzkonzessionen mit wirkungsvoller ganzheitlicher Waldbewirtschaftung ist, sie alle können in bestimmten Fällen die Aufgabe erfüllen, hier wird der Einfachheit halber der Begriff "Naturschutzgebiet" für alle verwendet). Naturschutzgebiete sind für alle durch die Jagd für den Handel direkt gefährdeten Arten nötig, aber auch für solche Arten, die nicht direkt gejagt werden, sondern als Beifang verenden. Die heutige Situation ist noch weit von diesem Minimum entfernt. Für viele stark bedrohte große Tierarten in der Region gibt es keine effektiven Naturschutzgebiete. Mit einfachen Worten: es sind an den wichtigsten Standorten in der gesamten Region "Festungen" für die Tierwelt notwendig.

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